Tierschutzfragen

Tierschutzfragen
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Auf Besenpilotin wurde schon mehrmals das Thema Tierschutz angesprochen. Zum Beispiel als wir über Tierschutz im Alltag, das Mausmobil oder den Tierschutzverein Taro berichtet haben.

Doch das Thema verliert leider dennoch nicht an Brisanz, denn kaum ein anderer Bereich unterliegt solchen Kontroversen, Logiklücken und Kuriositäten.

Aus diesem Grund möchte ich in diesem Artikel nochmal darauf eingehen, warum der Umgang mit anderen Lebewesen so kontrovers gehandhabt wird und was man eigentlich tun kann, um seinen eigenen Alltag nachhaltiger zu gestalten.

Den Umgang mit unseren Mitlebewesen auf dieser Erde ist mehr als seltsam. Wir beuten Tier nicht nur aus, wir quälen sie, machen sie zu unserem Eigentum, über das wir – wie über einen Stuhl oder ein Auto – bestimmen. Es geht so weit, dass wir Leben und Tod eines Lebewesens ganz neu definieren. Warum werfen wir lebende Hummer in kochendes Wasser oder töten männliche Küken hundertfach? Wieso werden Tiere auf Tiertransporten durstend, hungernd und bis auf wenige Zentimeter eingeengt, durch die Region gefahren?

Schwein

Und wieso grenzen wir unseren Hund oder unsere Katze davon ab? Kaufen überteuerte Spielzeuge und Accessoires für unseren liebsten Vierbeiner und werden schon sauer, wenn jemand lediglich einen doofen Kommentar zu unserem Hund ablässt?

Wo und vor allem warum wird diese Grenze gezogen? Wo ist aus ethischer Sicht der Unterschied zwischen einer Kuh und einem Hund? Der Unterschied zwischen unserem Wellensittich und dem Küken aus der Zuchtfabrik?

Kueken

Ich bin kein Ethik-Profi, aber ich denke die Antwort lautet: Der Unterschied ist menschengemacht und befindet sich an der Grenze zwischen Haus- und Nutztieren. Doch die Antwort ist meiner Meinung nach nicht so einfach wie sie sich niederschreiben lässt.

Warum beinhaltet der Begriff der „Nutztiere“ gleichzeitig die Berechtigung, Tiere qualvoll zu halten, um ihrem viel zu kurzen Leben ein noch qualvolleres Ende zu setzen?

Die Frage, warum wir eigentlich so einen beachtlichen Unterschied zwischen Nutztieren und Haustieren ziehen, ist ziemlich kompliziert und bei näherer Betrachtung eigentlich doch schwer zu beantworten.

 

Was kann man aber machen, um diese Lücke zwischen den Lebewesen weiter zu schließen?

Die Antwort auf diese Frage ist wesentlich einfacher – hinterfragt, woher Lebensmittel, Kleidung und Kosmetikprodukte kommen. Sei es in Bezug auf Tierversuche oder Inhaltsstoffe. Und damit mein ich nicht, dass jeder ab sofort vegan und vollständig auf tierische Inhaltsstoffe verzichten soll. Damit möchte ich eher sagen: Hinterfragt, woher euer Fleisch, eure Wurst und eure Eier kommen. Wenn ihr nicht vegan leben könnt, seid ihr dennoch in der Lage, einen großen Beitrag in der Tierschutzdebatte leisten. Indem ihr durch das Vermeiden bestimmter Produkte nicht mehr die Massentierhaltung und Tierquälerei unterstützt.

Bedenkt eventuell auch, unter welchen Bedingungen der Wollpullover hergestellt wurde und welchen Ursprung das Lammleder hat, aus dem eure Jacke besteht.

Am Anfang mag das Ganze vielleicht noch mühsam sein, den Ursprung seiner Alltagsprodukte zu hinterfragen und vielleicht nach der ein oder anderen Alternative zu suchen. Aber man nähert sich diesem Thema sehr schnell an, sodass man schon nach kurzer Zeit ein Gespür dafür entwickelt, welcher Hersteller den eigenen ethischen Anforderungen entspricht.

 

Doch es geht noch mehr – und das so einfach!

Auch die ganz kleinen Geschöpfe auf dieser Welt haben ein Recht auf ihr Dasein. Warum also die Spinne im Wohnzimmer einsaugen, erschlagen oder die Toilette hinunterspülen, wenn man sie auch einfach lebend aus dem Fenster setzen kann, sodass sie draußen in natürlicher Umgebung weiterleben kann? Wer gibt einer Person das Recht, dieses Lebewesen, das mit Sicherheit mehr Angst vor dem Menschen hat, als der Mensch vor der Spinne, einfach und ohne darüber Nachzudenken zu töten? Und sich dann wieder auf das Sofa zu setzen um so zu tun, als wäre nichts gewesen? Es ist doch eigentlich so einfach, schon durch so kleine Dinge, Respekt gegenüber dem Leben zu zeigen.

 

Die Debatte könnte man ewig so weiterführen und mit unglaublich vielen weiteren Beispielen füttern. Doch ich denke, der Kern der Frage ist deutlich.

 

Ich freue mich auf eure Meinungen dazu. Wo und warum seht ihr diese Grenze? Und was habt ihr für Alltags-Tipps für mehr Respekt gegenüber anderen Lebewesen?

 

Einen schönen Abend,

eure Besenpilotin

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