Tierschutz: 10 Tipps für den Alltag – Teil 1

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Tierschutz kann ganz einfach sein. Ohne großen Aufwand und mit ein paar Tipps kann jeder seinen Teil dazu beitragen, die Welt der Tierquälerei und Massentierhaltung ein Stück weiter aufzubrechen und aktiv am Tierschutz teilzunehmen!
Wir haben euch 10 Tierschutz-Tipps für euren Alltag zusammengestellt. Teil 1 zeigt euch fünf Möglichkeiten, Tierschutz einfach umzusetzen.
 
 
Tipp 1: Kein Billigfleisch! Achtet darauf, wo Fleisch und Fisch herkommen!
Der übermäßige Fleischverzehr kann sich nicht nur negativ auf die Gesundheit auswirken, sondern verursacht dazu noch jede Menge Tierleid. Wer absolut nicht vegetarisch leben kann, hat dennoch die Möglichkeit, beim Fleischkauf ein paar Dinge zu beachten. Obwohl eine generelle Kennzeichnungspflicht bisher noch fehlt, hat der deutsche Tierschutzbund einige Labels zusammengefasst, an welchen man sich beim Lebensmittel-Kauf orientieren kann.
Verzichtet unbedingt auf Billigfleisch aus Massentierhaltungen! Das ist nicht nur Tierquälerei, sonder dazu auch noch ziemlich ungesund und umweltschädlich. Warum, erfahrt ihr hier und hier.
Das gilt nicht nur für Rind- und Schweinefleisch, sondern auch für Geflügel – Pute, Gans, Ente, Huhn, Exotenfleisch und Fisch. Auf der Seite des deutschen Tierschutzbundes könnt ihr euch detailliert über die einzelnen Fleischsorten informieren und erfahrt, was unbedingt vermieden werden sollte: http://www.tierschutzbund.de/verbrauchertipps-fleisch.html
 
 
Tipp 2: Kauft möglichst tierversuchsfreie Kosmetik und Alltagsprodukte!
Kosmetikprodukte sind toll: Man fühlt sich schön, gepflegt und gönnt sich durch sie auch einen gewissen Luxus. Aber bitte nicht auf Kosten der Tiere! Mittlerweile existieren zahlreiche Alternativmöglichkeiten, Produkte und ihre Wirkungen zu testen. Zumal viele Tierversuche auch nicht auf den Menschen übertragen werden können. Künstlich hergestellte Zell- und Gewebekulturen liefern viel zuverlässigere Daten über die Wirkungen beim Menschen. Auf langfristige Sicht wären tierleidfreie Alternativen laut Ärzte-gegen-Tierversuche sogar günstiger.
Der deutsche Tierschutzbund hat eine Kosmetik-Positivliste erstellt, in der ihr Hersteller findet, die tierversuchsfreie Produkte anbieten. Auch PETA hat solch eine Liste. Eine weitere, tolle Zusammenstellung haben wir von kosmetik-vegan gefunden. Und wer jetzt denkt, dass tierversuchsfreie Kosmetik sicher teuer und schwer erhältlich ist, irrt: So zählt beispielsweise Balea (dm) oder Isana (Rossmann) zu den positiven Produkten. Aber schaut selbst – ihr werdet überrascht sein. 🙂
In diesem Zusammenhang solltet ihr auf die Art eurer Kosmetikpinsel (auch Rasier- und Malpinsel) Acht geben. Einige Pinsel werden leider immer noch mit tierischem Material hergestellt (teilweise auch aus dem Ausland), obwohl das eigentlich gar nicht mehr nötig ist. Teilweise bestehen die Pinsel auch einfach aus Schlachtnebeprodukten, wie beispielsweise aus Haaren vom Ohrrand der Rinder. Kauft also lieber synthetisch hergestellte Pinsel.
Detaillierte Infos zum Thema Pinsel gibts hier.
 
Tipp 3: Verzichtet auf Produkte mit Daunen und Federn!
Viele Leute wissen leider nicht, wie die Gewinnung von Federn und Daunen abläuft. In der Regel werden diese durch (leider oft doch) schmerzhaftes Raufen (Federentnahme während der Mauser) gewonnen. Ob dies weniger schmerzhaft verläuft als das Rupfen (das übrigens verboten ist), kann nicht garantiert werden, da die industrielle Gewinnung leider nicht indiviuell für jedes Geflügel getimet wird. Das Raufen bedeutet ebenfalls jede Menge Stress für das Tier, da es festgehalten und umgedreht wird.
Versucht, entsprechende Produkte (Bekleidungsstücke, Bettwaren, Federbetten) zu umgehen oder informiert euch über die Herkunft der Daunen. Wer will schon in einem Bett schlafen, das Produkte gequälter Tiere enthält?
Mehr Infos zum Thema Daunen und Federn gibts wieder beim Deutschen Tierschutzbund!
 
 
Tipp 4: Unterstützt lokale Tierschutzvereine und Tierheime!
Wer aktiv werden will, sollte sich mal in seiner Umgebung umschauen. Oft finden sich regionale Tierschutzvereine, die sich für verschiedene Projekte engagieren. Oder ihr unterstützt das Tierheim in eurer Nähe? Das geht auf verschiedene Weise: Ihr könnt Hunde ausführen, ehrenamtlich aushelfen oder Tierfutter/ Tierzubehör spenden.
Wer nicht direkt ins Tierheim möchte, kann es dennoch unterstützen. In vielen Supermärkten (zum Beispiel Kaufland) findet sich oft eine Box des jeweiligen Tierheims in euer Nähe. Kauft doch einfach ein, zwei Dosen Futter (bzw. Zubehör oder irgendwas 🙂 ) und legt es als Spende in die Box. Haltet eure Augen auf, die Boxen finden sich ziemlich oft und ihr könnt ohne großen Mehraufwand das Tierheim in eurer Region unterstützen.
Ganz einfach und von zu Hause aus könnt ihr euch beispielsweise auch als Mitglied beim Deutschen Tierschutzbund registrieren lassen. Mit eurem Jahresbeitrag unterstützt ihr den Bund, der wiederum als Dachverband verschiedener Tierheime fungiert und zahlreiche Tierschutzprojekte initiiert. Wer Mitglied ist, erhält zudem regelmäßig eine Zeitschrift, die über aktuelle Projekte und Themen informiert. Der Förderbeitrag ist auch steuerlich absetzbar.
Eine weitere Möglichkeit ergibt sich beispielsweise auch durch die Übernahme von Tierpatenschaften.
 
Tipp 5: Meidet Tiershows und Zirkusaufführungen mit Tieren!
Auch wenn es faszinierend ist – besucht keine Tiershows und meidet Zirkusse, die Tiershows beinhalten. Den Tieren geht es oft nicht so gut, wie es nach Außen suggeriert wird. Die Wildtiere werden häufig in kleinen Gehegen gehalten, die in keinster Weise ihrem natürlichen Lebensraum entsprechen. Darüber hinaus weiß man nie, ob die Tiere nicht gewaltsam dressiert wurden. Kurz gesagt: Tiershows sind Tierquälerei. Das gilt auch für Delfinarien und Ähnliches. Wildtiere gehören in die Wildnis und nicht in die Manege!
Mehr Infos zum Thema Tiere im Zirkus gibts hier.
 
 
Ihr seht, Tierschutz geht eigentlich ganz einfach. 🙂 Über Anregungen, Tipps und eure Erfahrungen freuen wir uns!
 
Liebe Grüße,
Co-Pilotin Sarah

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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