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Taro: Tierschutz mit Herz und Verstand

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Teil I

TARO – Germany e.V.

Wie versprochen, stelle ich euch heute den Taro-Germany e.V. (Turkish Animal Rescue Organisation) vor.

 

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Wie kam ich zu Taro?

Mein Mann und ich hatten immer gesagt, sollte einer von uns sterben, dann möchten wir keine Kränze, Blumen oder ähnliches. Das dafür vorgesehene Geld sollte gesammelt und an den Tierschutz gehen.

Nicht an unübersichtliche Organisationen, nicht in Verwaltungskanäle oder ähnliches. es sollte dahin gehen – verteilt auf mehrere unterschiedliche Vereine und Hilfsprojekte – wo jeder Cent dort ankommt, wo er gebraucht wird.

Nach dem zu frühen Tod meines Mannes haben unsere Tochter und ich uns daher zusammengesetzt und überlegt und beraten, welche Projekte mit den Spenden unterstützt werden sollten.

Das Geld sollte gleichermaßen an Nutz.- als auch an Haustiere gehen.

Gut Aiderbichl, Hof Butenland, Hilfe für Tiere, die in Laboren zum „Wohle des Menschen“ gequält werden, Vereine mit Zielen und Absichten, mit denen wir uns identifizieren können.

Eines Abends stießen wir dann u.a. auf Taro und uns gefielen Ziele und Vorgehensweisen des Vereins. Es folgten Gespräche mit Funda Ekici, der Gründerin und wir fühlten uns bestätigt, dass dort ein Teil der Spenden gut aufgehoben ist.

 

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Funda Ekici und einige „Tarojaner“

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Taro in Fakten:

Gegründet wurde Taro von Funda Ekici, einer Frau mit dem Herzen für Tiere am rechten Fleck, die die Ärmel aufkrempelt und kämpft, um dem Hunde-Elend in der Türkei entgegenzuwirken.

Funda Ekici wurde in Burhaiye (Türkei) geboren und kennt sich somit bestens mit den Gegebenheiten dort aus. Begonnen hat sie mit ihrem Projekt fast alleine, nur einige wenige Helfer standen ihr anfänglich in der Türkei zur Seite.

Alleine kann man einiges erreichen, aber mit vielen noch weitaus mehr! 🙂

Etwas später gründete sie daher auf Facebook die „Taro-Gruppe“, bei der sie u.a. von Monika Müller tatkräftig unterstützt wird.

So kam das Projekt „Taro“ immer mehr ins Rollen.

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Monika Müller mit Fellnäschen 🙂

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Funda, Monika, Benan

 

Die Gruppe wächst immer weiter und Dank ihrer und der Hilfe der Vereinsmitgliedern konnte schon vieles auf die Beine gestellt werden.

2012 wurde die erste Auffangstation Elmas gegründet. Damals bestand sie aus nur einem einzigen Gehege und wurde dann kontinuierlich erweitert. Funda, Monika und viele Freiwillige bauten, buddelten, errichteten unermüdlich ein sicheres Refugium für die Vierbeiner.

2013 bekam sie die Leitung des städtischen Tierheims von Burhaniye und seitdem besteht eine gute und enge Zusammenarbeit mit dem dortigen Bürgermeister und den Behörden.

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Gemeinsam ist man stärker

2014 gründete Funda dann den TARO-Germany  e.V.

Die wichtigsten Punkte von Taro-Germany (die gefallen meiner Tochter und mir wirklich gut):

– Nachhaltiger Tierschutz, Kastrationen, feste Futterstellen für die Straßenhunde/Katzen

Tiere bleiben bis auf wenige Ausnahmen im Land, Adoptionen aber möglich

– Eigene Auffangstation „Elmas“

– Übernahme von kranken, traumatisierten Hunden, denen sich das städtische Tierheim nicht annehmen kann

– Ehrenamtliche Helfer in der Türkei, allen voran Taro´s treue Seele Benan der stets mit offenen Augen nach hilfebedürftigen, verletzten Tieren Ausschau hält und sich kümmert.

Benan

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– Zusammenarbeit mit den Behörden, der Bevölkerung, Schulprojekte mit Vorträgen

– Keine Gelder für Verwaltungsapparate, drei angestellte Mitarbeiter, ansonsten ehrenamtliche Helfer

– Flüge in die Türkei, Unterkunft, Flyer, Banner werden aus eigener Tasche bezahlt, werden NICHT von Spenden mitfinanziert.

– Jeder kann mitfliegen um vor Ort mit anzupacken.

– Transparenz garantiert

 

Welche Kosten hat TARO? Wie kann man helfen?

Effektiver Tierschutz besteht für mich aus zwei wichtigen Komponenten: Zum einen aus „Ärmel hoch und Anpacken“ und zum anderen aus Geld- und Sachspenden.

Taro hat monatliche Fixkosten für drei Angestellte, Wasser, Strom, Benzin, die üblichen, anfallenden Nebenkosten, Reparaturen.

Desweiteren natürlich für Futter, Futter, Futter.

Auch Kastrationen kosten Geld und nicht kalkulierbar sind die Notf(e)lle, die es ständig gibt: Angefahrene Tiere, verstümmelte Tiere (ausgerissene Schwänze, abgeschnittene Ohren und andere grausame Verletzungen sind leider nicht allzu selten), Infektionen.

Es gibt ruhigere Monate, aber es gibt natürlich auch Tage und Wochen, in den sich die aufgefundenen Notfalltiere häufen.

 

Wie kann man helfen?  Wie haben wir geholfen/helfen noch?

Sarah und ich haben bei Taro Futtergelder gespendet, eine Operation und Impfungen bezahlt und  einen Patenhund „adoptiert“.

 

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Patenhunde kosten 15 € im Monat. Ein Betrag, so finde ich, der durchaus aufbringbar ist. 50 Cent pro Tag, die einen Hund satt machen. 😀

Spenden werden stets dringend gebraucht.

Jeder, der eigene Tiere hat, weiß was da so anfällt. Futter, Impfungen, Wurmkuren, Flohschutz, etc.

 

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Flohschutz/Medizinische Versorgung/ Kastrationen

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Notfälle

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Aufbau/Instandhaltung

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und natürlich Futter 😉

 

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Die Türkei gehört nicht zur EU – somit dürfen keine großen Futtermengen eingeführt werden – Taro benötigt jeden Monat 3 Tonnen Futter, welches monatlich beim Großhändler bestellt wird. Die Gesamtkosten dafür alleine belaufen sich auf etwa 4500 €.

Wir finden Taro ist ein gut durchdachter Verein, der jede Unterstützung sinnvoll verwendet.

Wollt ihr  noch mehr über Taro erfahren oder sogar selber mithelfen? Jeder ist auch herzlichst eingeladen sich in der Facebook-Gruppe einmal umzusehen.

Bei Fragen steht dort jederzeit jemand bereit.

 

Auf YouTube könnt ihr euch die Arbeit der Tarojaner anschauen. Oder informiert euch bei facebook oder direkt auf der Homepage von TARO-Germany. Dort erfahrt ihr auch etwas über die Geschichten einzelner Tiere, besonderer Notfälle, Höhen und Tiefen.

 

Liebe Grüße

Eure Besenpilotin Steffi

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