Pokemon Go, was ist das nu?

Pokemon Go, was ist das nu?
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Hallihallo zusammen 😀

 

Ihr werdet wohl auch schon davon gehört haben: Ein neues Spiel ist da. Eher ein altes Spiel, in neuen Dimensionen. Pokemon Go.

 

Zuerst hatte ich das gar nicht so richtig wahrgenommen. Es plätscherte an mir vorbei, wie die damaligen Pokemon schon. Aber dann merkte ich, es ist ja ein richtiger Hype darum entstanden….nun war ich neugierig. Was steckt denn nu da wieder hinter?

 

Aha, die Jagd auf die kleinen Monster wurde von der Konsole nach draußen verlegt. Nun daddelt man also nicht mehr zuhause auf der Couch, sondern muss sich in die reale Welt begeben.

Da tauchen dann die kleinen bunten Monster plötzlich auf dem Display des Handys auf, in der originalen Umgebung, in der man sich gerade befindet. GPS macht es möglich und kommt auch noch gleichzeitig an Daten 😀

Sie müssen gejagt, gefangen und trainiert werden. Man kann Eier ausbrüten und irgendwann, ab einem gewissen Level mit anderen Trainern und deren Pokemons kämpfen. Es gibt Pokeballs, mit dem sie abgefangen werden, Pokestops zum Auffüllen der Items. Man trifft sich mit anderen Spielern um sich Gefechte zu liefern.

 

„Nichts wie raus und Go“ lautet die Devise. Klingt gut, oder?

Ich habe es ausprobiert, auf freier „Wildbahn“ und muss sagen: Es macht Spaß. Und: Es lenkt ab! Nein, nicht nur vom Alltag, sondern auch von der Umwelt. Irgendwann läuft man etwas, naja, sagen wir mal wirr durch die Gegend…..den will man ja haben 😉

Sowas soll man unterwegs in der Stadt spielen?

Dieses Spiel ist eigentlich das erste, was mir zu Denken gibt.

Raus gehen, sich bewegen, alles prima. Aber in der realen Welt.

Ja, man ist körperlich in der realen Welt, aber in Wirklichkeit wurde die virtuelle Welt von Konsole und PC nur nach draußen verlegt. Der Körper latscht ohne Sinn, gesteuert von einem Kopf, der immer noch in der virtuellen Welt steckt und Pokemons sucht, durch die Gegend. Irgendwann nimmt man von der Umwelt nicht mehr viel wahr.

 

Das soll Menschen verbinden? Da geht es doch nicht um Gespräche, gemeinsames Eisessen, sich Unterhalten. Es ist für mich ein virtuelles Leben, das mit dem realen gefährlich verwischt wird, in dem dieses Spiel bei allen im Vordergrund steht.

Abends dann wohl die Frage: Wo warst du heute? Keine Ahnung, hab aber fünf erwischt 😉

In meinen Augen ist dahinter auch ein großes Gefahrenpotential. Freigegeben ab 6 Jahren, können sich Pokemon-Begeisterte auf die Suche machen.

Pokemons, die in Museen zu finden sind? Klar, sorgt für großen Ansturm und wenn man fragt, na was hast du da alles angeschaut und gesehen: Pokemons?? Virtuelle Verblödung im Real Life?

6 Jahre? Viele Kinder sind auch in dem Alter schon im Besitz von Smartphones und die sollen sich beim Spielen noch sicher draußen bewegen? Die lernen doch gerade erst den Umgang und die Gefahren vom Straßenverkehr.

Teenager, Erwachsene, die mit dem Fahrrad oder gar dem Auto, den Blick auf das Handy auf den Straßen unterwegs sind?

Ich bin kein Mensch der unkt, aber da sind doch schwerste Unfälle vorprogrammiert.

Mich gruselt es bei der Vorstellung. Wann weiß ich, ob mir vielleicht gerade ein „Jäger“ mit seinem Auto entgegen kommt? Wann mir ein Fahrradfahrer auf die Motorhaube knallt? Wann unaufmerksame Kinder von unaufmerksamen Autofahrern erfasst werden?

 

Einige (oder viele) werden nun sagen: Du spinnst. Hast keine Ahnung. Wir haben Spaß.

 

Ja, Spaß macht es, aber nicht in Verbindung mit Risiken.

Warum werden nicht Areale geschaffen, in denen man die Dinger findet? Areale, außerhalb von großen Gefahrenquellen. In Parks, im Wald, in speziellen Gebieten, ähnlich wie beim Paintball? Da kann gesucht, gekämpft und trainiert werden, ohne das großer Schaden entsteht.

 

Ein weiteres No go ist für mich die Einbindung von Friedhöfen, Gedenkstätten, Kirchen, etc. und Privatgrundstücken.

 

Alles in allem ist Pokemon Go ein gute Idee, die aber noch einmal dringend überdacht werden sollte.

Kein noch so tolles Spiel ist es wert, vielleicht einmal Grabsteine zu hinterlassen.

 

Ich werde hin und wieder spielen, aber auf der Straße wird mich damit niemand finden.

Andere in Gefahr zu bringen ist mir keines der einzelnen Pokemons wert.

 

Habt Spaß, aber gefährdet keinen. Vor allem lasst eure Kids nicht ohne Aufsicht jagen.

Und ab und an kann die reale Welt, ohne Einbindung der virtuellen, auch so richtig toll sein 😉

 

Liebe Grüße

eure Steffi

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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