Omnivor vs. Vegetarier – der Streit ums Fleisch

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„Fleisch ist mein Gemüse“ oder „Ihr seid Mörder“ sind nur zwei Beispiele von vielen, die Provokationen beinhalten, durch welche Fleischesser und Vegetarier immer wieder aneinander geraten.
 
Fleischesser vs. Vegetarier: Qualität statt Quantität
Gegenseitige Vorwürfe und verbale Prügeleien bringen aber niemanden weiter. Schon gar nicht die Tiere, die uns Omnivoren als Nahrung dienen und die Dank zügellosen Konsums und „Geiz ist geil“-Mentalität nicht mehr gezüchtet, sondern „produziert“ und gemästet werden.
Ich, bzw. wir – mein Mann und Copilot 🙂 und ich – gehören zu den Fleischessern. Ganz ohne Fleisch geht es irgendwie nicht, aber wir achten darauf, wo unser Fleisch herkommt.
Discounter und Billigangebote sind tabu. Nicht Quantität sondern Qualität, voran die Lebensqualität der Tiere, die für uns ihr Leben lassen, stehen im Vordergrund.
Einige werden nun sagen “ Das können wir uns nicht leisten“. Ich sage: Doch! Wenn man bewusst einkauft, nicht jeden Tag Fleisch auf dem Speiseplan hat (auch keine Wurst), ist das durchaus machbar.
Ich habe es selber ausprobiert und versucht. Mit wenig Budget das Augenmerk auf die Qualität des Fleisches gelegt, auf das Wohlergehen der Tiere. Und ich kann sagen: Es ist absolut machbar. Man isst wirklich viel bewusster und geht viel sorgsamer mit der Ware Fleisch um.
Es müssen nicht pro Person zwei oder drei Scheiben Fleisch auf dem Grill oder in der Pfanne landen, schließlich gibt es viele fleischlose Beilagen – beispielsweise Salate, Baguettes, Gemüse – die super schmecken. Auch vegetarisches Essen – zum Beispiel Gemüseburger – ist prima und schmeckt.
 
Der Vegetarier in der Familie: Diskussionen und Umdenken
Der Gegensatz zu uns ist unsere Tochter, seit etlichen Jahren Vegetarierin. Kein Fleisch, kein Kälberlab im Käse, keine Gelatine in Weingummis, Joghurt etc.
Keiner von uns beiden hat je versucht den anderen zu missionieren, obwohl die erste Zeit mit einer vegetarisch lebender Tochter Umstellungen beim Kochen mit sich gebracht haben. Allerdings können wir dadurch auch immer wieder vegetarische Gerichte probieren. Bisher schmeckte mir fast alles.
Trotzdem: Wir reden, diskutieren und haben irgendwann erkannt: Wir wollen eigentlich dasselbe: Kein Tierleid. Keine Massentierhaltung, keine totgeschlagenen Ferkel, keine von den Müttern weggerissene Kälber und Lämmer, keine Legebatterien, kein eingepferchtes Geflügel und keinen gequälten Fisch.
Wir können nicht auf der einen Seite unsere Haustiere verhätscheln und fast „bemuttern“, ein Heidengeld für Gummienten, Spielzeug und Co. ausgeben und andererseits mit geschlossenen Augen Tierleid zu Gunsten unseres Portemonnaies zulassen, gutheißen oder ignorieren.
 
Animals Liberty
Auch hier habe ich beim Selbstversuch mit dem kleinen Budget gespart: Weder Hund noch Katze haben etwas vermisst, nur weil es mal ein Leckerli oder ein Schmusekissen weniger gab.
 
Gemeinsam gegen die Massenhaltungs-Qual
Hand in Hand können wir gemeinsam einen Weg gehen, der beiden Parteien – Omnivor und Veggie – entgegenkommt, der Kompromisse zulässt und vor allem eines ist: Im Sinne der Tiere.
„Geiz ist geil“….ein Slogan der auf Flachbildschirme, Laptops, technische Geräte zutreffen mag, aber niemals auf Tiere, auf Lebewesen!
Die Verantwortung, die Macht etwas zu ändern liegt bei U N S ! Wir müssen nur diesen Schritt gemeinsam gehen.
Man kann zwar die Augen schließen, aber wenn man sie wieder öffnet, ist alles beim Alten. Soll es so weitergehen? Oder ist es nicht an der Zeit etwas zu ändern?
So genannte Nutztiere fühlen ebenfalls Angst, Schmerz, Freude – genauso wie wir. Genauso wie unser Hund, unsere Katze. Sie trauern um ihre „Kinder“, genauso wie wir es tun würden. Wie würde eine Menschenmutter reagieren, wenn ihr Kind weggerissen würde? Wie, wenn sie mit anschauen müsste, wie ihr Kind totgetreten oder totgeschlagen würde?
Es wird Zeit zum Umdenken. Höchste Zeit.
Wenn wir die „Krone der Schöpfung“ sein wollen – so bezeichnen wir uns doch jedenfalls immer – , sollten wir uns auch so verhalten. Verantwortungsvoll! und ohne erhobenen Zeigefinger für die „andere“ Seite. Sowas kostet nur sinnlose Energie, die besser genutzt werden kann.
Massentierhaltung kann nur beendet werden, wenn wir alle unser Konsumverhalten überdenken und einen oder zwei Gänge runterschalten.
Wo keine Massennachfrage, da keine Massenproduktion.
 
 
Testberichte hier im Blog!
Meine Tochter testet alle Produkte mit und wird hier ihre eigenen Testberichte in Bezug auf vegetarische, vegane Lebensmittel, Kosmetika, etc sammeln.
Diese Produkte werden auch wir ausprobieren und ehrlich sagen: Alternative zu Fleisch? Ja oder nein?
Wir freuen uns auf den Austausch und auf eure Meinungen & Kommentare. Vielleicht können wir gemeinsam etwas bewegen und einen weiteren Schritt gehen – gegen die Massentierhaltung.
 
 
Liebe Grüße von Steffi, eurer Besenpilotin und Tochter Sarah
 
 
 

 

 

 

 

 

2 comments

  • Wo kommt denn die Masse der vegetarischen bzw veganischen Produkte her?
    Der Beschiss mit Biographie ist schon toll, die Veganer sind so selbst überzeugt, dass ihnen so etwas nicht passieren kann.

    • besenpilotin

      Hallo,

      sorry, da steh ich nun auf dem Schlauch. Wessen Biographie ist gemeint? Was genau kann den Veganern nicht passieren?

      LG, Steffi

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